Mentoring warum

Warum lohnt sich ein Mentoring?

Mentoring, eines von vielen englischen Begriffen, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben.

Wikipedia definiert Mentoring als “ein Personalentwicklungsinstrument, bei dem eine erfahrenene Person (Mentor)ihr fachliches Wissen oder ihr Erfahrungswissen an eine noch unerfahrenere Person (Mentee oder Protegé) weitergibt; teils vermittelt sie auch persönliche Kontakte. Ein Ziel ist es dabei, den oder die Mentee bei persönlichen oder beruflichen Entwicklungen zu unterstützen.”

Soweit so gut, doch was kann man damit im “echten Leben” anfangen?

Die meisten von uns haben früher oder später einen Mentor in ihrem Leben, ohne dass man es vielleicht Mentor nennen würde. Wir bezeichnen es einfach als jemanden der Dich an die Hand nimmt und Dir zeigt, wie der Hase läuft.

Dazu möchte ich gern einmal von meinem Mentor erzählen, ohne den meine Karriere in der Kreuzfahrt niemals so verlaufen wäre:

Ich war gerade frisch als Junior Assistant von der Rezeption ins Food & Beverage Team gewechselt, noch immer ein bisschen verloren ob der neuen Aufgaben. Mein damaliger Bar Manager kam auch gerade neu ins Team und uns standen einige Herausforderung bevor. Das Schiff war seit 5 Jahren nicht mehr in den USA gewesen und musste sich nun auf die Überprüfung der amerikanischen Gesundheitsbehörde vorbereiten. Jeder, der das schon einmal mitgemacht hat, vor allem im F&B Bereich, weiß genau wovon ich rede, wenn ich sage: da gibt es viel zu tun!

Außerdem kämpften wir mit der flottenweiten Umstellung der Weinkarte und den einhergehenden Lieferengpässen, alles während der Großbritannien-Saison, wo die Gäste gern und viel in den Bars unterwegs sind😉

Schließlich bekamen wir Personalmangel im F&B Büro, mein Bar Manager wurde zum Food & Beverage Direktor befördert und er beschloss, dass ich direkt vom Junior Assistant zum Bar Manager werden sollte. Während dieser Zeit arbeitete ich so viel wie noch nie in meinem Leben, geplagt von Selbstzweifeln, ob ich wirklich schon bereit bin, ein Team von 70 Personen zu führen, den Getränkebestand an Bord zu managen und nebenbei noch die Umsatzziele zu erreichen.

Doch mein Manager glaubte an mich. Er versicherte mir immer, dass ich vielleicht noch nicht alle Kenntnisse, definitv aber das Potential dazu habe. Ich kann gut mit einem Team umgehen, habe eine sanfte Art der Autorität und bin sehr strukturiert und organisiert in meiner Arbeit. Dies, so meinte er, seien die Kernfähigkeiten, alles Weitere würde ich dann Stück für Stück lernen.Jeden Abend begleitete ich ihn auf seinem Rundgang durch die Bars, beobachtete ihn, wie er mit dem Team sprach, worauf er bei Sauberkeit und Effizienz achtete. Ich sog alles Wissen in mich auf, wie ein Schwamm.

Endlich kam der Tag und ich tauschte meinen halben Streifen gegen 2. Ein bisschen stolz und immer noch sehr verunsichert.

Und was passierte? Es lief grandios! Noch nie hatte mir eine Arbeit so viel Freude gemacht. War es anstrengend? Sicherlich. Ich machte viele Überstunden, verbrachte Stunden damit, Abläufe neu zu erlernen und sie für mich besser zu strukturieren. Doch zu sehen, wie das Team weiterhin großartig zusammen arbeitete und wir selbst die geschäftige “UK Season” mit einem dicken Umsatzplus beendeten, machte einfach nur Spaß. Letztendlich erzielten wir auch 96 Punkte in der Prüfung des Gesundheitsamts. Eine Krönung.

Diese kleine Story soll auch keine Selbstbeweihräucherung werden, sondern Dir einfach zeigen, dass fast alles möglich ist, wenn Du jemanden hast, der an Dich glaubt, der sein Wissen mit Dir teilt und Dir den wortwörtlichen Schubs ins kalte Wasser gibt.

Soll es Dir auch so gehen und Du willst mit Deiner Karriere in der Kreuzfahrt direkt voll durchstarten?

Dann steht Dir ab Oktober das Cross-Mentoring Programm der Kreuzfahrt-Akademie offen. Hier lernen Führungskräfte an Land von Führungskräften der Seefahrt und sorgen so für einen einzigartigen Erfahrungsaustausch. Schau doch einfach mal vorbei

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